Der römische Vicus Cardena / Karden
Mit der Einrichtung der römischen Provinz Gallia Belgica verlor das keltische Oppidum auf dem Martberg seine politische und wirtschaftliche Bedeutung. An der ehemaligen Moselfurt entstand im .1 Jh. n. Chr. der römische Vicus Cardena, ein Straßendorf mit einer Ausdehnung von ca. 300 x 80 m. Langschmale Bauten mit solide gemauerten Kellern und Grundmauern sowie Fachwerkwänden gruppierten sich entlang einer gepflasterten Hauptstraße (heute die Sankt-Castor-Straße).
Außerhalb der Wohnbebauung lag das antike Töpfereiviertel. Neben der qualitätsvollen Gebrauchskeramik gehörten insbesondere Keramikprodukte aus religiösem / kultischem Zusammenhang wie Räuchergefäße, Terrakottafiguren von Venus, Fortuna und Muttergottheiten sowie Miniaturgefäße zum Sortiment. So ausgestattet konnten Pilger ihre Reise auf den Martberg fortsetzen. Eine Prozessionsstraße (Unter den Weinbergen) führte von einem kleinen, dem Volcanus, der Schutzgottheit der Töpfer geweihten Tempel hoch auf den Martberg.
Mit dem Vordringen germanischer Franken und Alamannen brach im 5. Jh. die römische Herrschaft auch im errichtet. Die besondere Stellung des Archidiakonats Karden und des Kollegiatstifts St. Castor in der mittelalterlichen Kirchenorganisation wird heute in dem historischen Gebäude des ehemaligen Zehnthauses des Stiftsbezirkes im Stiftsmuseum Treis-Karden eindrucksvoll Moselgebiet zusammen. Völkerwanderungszeit bewohnt. Im Bereich der St. Castor- Kirche wurden fast 200 Bestattungen des frühen 6. und .7 Jhs. ausgegraben. Ein erster Kirchenbau wurde im 7.Jh. Karden blieb in der präsentiert.