Die Stadt der Treverer auf dem Martberg - Die neuesten Ergebnisse der Grabungskampagne 2009

Abb. 6.  Bronzene Nauheimer Fibel aus Grube 418. Erkennbar sind die feinen Verzierungen, aber auch die durch moderne Düngung stark angegriffene Oberfläche.

Das DFG-Projekt „Heiligtum und Oppidum auf dem Martberg“ neigt sich langsam aber sicher seinem Ende zu. Auf zehn Jahre konzipiert, wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert und von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Abteilung Archäologie Koblenz getragen. Im vorletzten Jahr der Grabungen sah der Plan vor, weitere Siedlungsflächen zu untersuchen, um einen Einblick in die Siedlungsstruktur in verschiedenen Bereichen des Martbergs zu bekommen. Die geomagnetische Prospektion konnte bereits im Vorfeld größere Strukturen und teilweise sogar Hausgrundrisse feststellen; die feineren Details sowie die Datierung können jedoch nur durch eine archäologische Untersuchung geklärt werden. Eine weitere Informationsquelle sind Lesefunde, die seit Jahren akribisch eingemessen und verwaltet werden. Diese beiden unterschiedlichen Daten – Geomagnetik und Lesefunde – sind wichtige Hilfsmittel, um eine Grabungsstelle auszuwählen. Durch die exakten Messdaten ist eine zielgerichtete Ausgrabung möglich.

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Martberg 2008 – Grabung im spätkeltischen Handwerkerviertel

Brunnen (Befund 55) mit den Spuren des quadratischen Einbaus (grau)

Die Ausgrabungen im Heiligtum sind seit einigen Jahren abgeschlossen, einige Siedlungbereiche im Umfeld sind in kleinen Ausschnitten ausgegraben, und ein weiteres „Fenster“ wurde in diesem Jahr geöffnet: nahe des nördlichen Eingangstores waren auf den Äckern des „Männleinfeldes“ (Aufm Eisenberg, Flur 17) seit Jahren reichhaltige Lesefunde bekannt; die geomagnetische Prospektion versprach zudem eine hohe Befunddichte. Um einen näheren Einblick in die spätkeltische Siedlungsstruktur zu bekommen, wurden Ende Juli gezielt zwei Flächen geöffnet. Zu der fast 2000 qm großen nordöstlichen Fläche wurden weitere 400 qm im Winkel der beiden Wege zum Nordtor und – vielleicht ebenfalls eine alte Wegeverbindung – nach Süden zum „Prozessionsweg“ in Richtung Karden.

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Die Siedlungsforschung

Im Rahmen der Siedlungsforschung auf dem Martberg werden zurzeit neue Ausgrabungsflächen geöffnet, um einen Einblick in die keltische Siedlung des Bergplateaus vor 2400 Jahren zu erhalten. Bisher stand für die Forschung die keltisch-römische ...

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Von Marseille auf den Martberg bei Pommern an der Mosel vor 2300 Jahren

Die Herkunft einer auf dem Martberg ausgegrabenen Silbermünze weist auf eine uralte Verkehrsroute entlang der Flüsse Mosel, Saone, Rhone bis nach Marseille hin. Hier hatten die Griechen im 6.Jh, vor Chr. ein blühendes Handelszentrum, das antike ...

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Handwerk vor 2100 Jahren an der Mosel

Ein Glücksfall für die Forschung auf dem Martberg stellt der Fund einer Gussform aus dem 1. Jh. v. Chr. dar. Der 11 mal 8 cm große Sandstein lässt auf der flachen Seite kleine durch Gusskanäle miteinander verbunden Radmotive erkennen. Mit Hilfe eines ..

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mons martis - Neues vom Martberg!

Der Martberg hat eine neue Grabungsleiterin.

Pfosten auf dem Martberg

Nach 12 Jahren tritt Dr. Claudia Nickel die Nachfolge von Dr. Martin Thoma an. In einem Gespräch mit Paul-Josef Porten und Albert Jung vom Förderverein Pommerner Martberg schildert sie ihren beruflichen Werdegang und ihre Ziele.

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