Handwerk vor 2100 Jahren an der Mosel

Fund einer Gussform aus dem 1. Jh. v. Chr.

Ein Glücksfall für die Forschung auf dem Martberg stellt der Fund einer Gussform aus dem 1. Jh. v. Chr. dar. Der 11 mal 8 cm große Sandstein lässt auf der flachen Seite kleine durch Gusskanäle miteinander verbunden Radmotive erkennen. Mit Hilfe eines passenden Gegenstücks wurde die Gussform verschlossen und flüssige Bronze oder Silber in den Gusshauptkanal gegossen. Das Metall verteilte sich in den Gusskanälen und Rädchen, nach seiner Erkaltung konnte die Gussform geöffnet werden und die kleinen miteinander verbundenen Rädchen herausgenommen werden. Nachdem die Metallstege abgebrochen worden waren, wurden die Rädchen - bei den Kelten beliebte Amulette - auf dem Martberg gegen bare Münze verkauft. Dem Radsymbol kam schon seit Urzeiten eine magische, unheilabwehrende Bedeutung zu.

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